Noch unbeschriebene Art
Eine noch nicht beschriebene Art aus Burma, die aufgrund eines roten Oberlippenflecks als "Burmese lipstick barb"
in den Handel kommt. Im nebenstehenden Bild kann man andeutungsweise schon erkennen, wo die Bezeichnung
"lipstick barb" herrührt.
In der Umgebung des typischen Schwanzwurzelflecks weist sie eine sehr schön irisierende
Goldfärbung auf. Die Barbe beginnt bereits mit 2cm, sich auszufärben (siehe Abbildung oben), und erreicht mit 3,5cm
wohl ihre Maximalgröße.
Aktiver Plänkler
Diese kleine Barbe ist sehr lebhaft und schwimmfreudig. In kleinen Gruppen gehalten gehen die dominanten Männchen den
anderen Tieren mächtig auf die Nerven, in dem sie nach Barbenmanier Reviere bilden und alles andere verjagen und recht
hartnäckig verfolgen. Für kleinere Becken als ungeeignet zu bezeichnen, trotz ihrer Größe ist eine Haltung in großen
Becken und im sehr großen Schwarm zu empfehlen.
Ich habe meine Tiere mit 8-9cm großen und schnellen
Devario devario vergesellschaftet, denen können die "lipsticks" nicht nachstellen und die Devarios ihrerseits
sind bekanntermaßen friedlich.
Anspruchsloser Allesfresser
Bezüglich der Wasserwerte konnte ich keine besonderen Ansprüche feststellen. Sobald die Barben im Becken sind, geht es
auf Wanderschaft.
Die Barbe verschlingt alles, was sie bewältigen kann, und probiert sich auch an zu großen Stücken, egal ob Lebend-, Frost-
oder Trockenfutter. Angeblich soll sie sogar an Algen gehen.
Sie knabbert an allem herum, leider auch an den Flossen der Mitbewohner, falls diese nicht schnell genug
das Weite suchen können, ihre Mitbewohner sind also sehr sorgfältig auszuwählen. Ein weiteres Argument für die Haltung
dieses Tieres in größeren Behältern.